Südtirol – Meran – Castel Fragsburg: Wochenendreisetipp für Kurzentschlossene

Die Sommerreifen sind montiert, die letzten Schrauben am Motorrad festgezogen. Es ist Frühling, und viele sonnenhungrige Münchner machen sich an den Wochenenden sowie während der Feiertage mit ihren bereiften Schätzen in Richtung Süden auf: Österreich, Schweiz und Italien liegen ja quasi vor der Haustür.

Auch wir haben uns samt Golfgepäck aufgemacht, um über den Brenner nach Südtirol zu reisen – der nördlichsten Provinz Italiens. Geprägt von bergigen Landschaften, einem Mix aus bodenständig-alpenländischer Hausmannskost und leicht-mediterraner Küche sowie sprachlicher und kultureller Vielfalt, bietet Südtirol facettenreiche und faszinierende Eindrücke. Das Klima ist ebenfalls mediterran geprägt und bereits ab April angenehm warm, sodass unter anderem rund 20 verschiedenen Rebsorten wie Lagrein oder Vernatsch hervorragend auf insgesamt nur rund 5.300 Hektar Weinanbaufläche gedeihen können – Italienweiter Rekord.

Der Jaufenpass

Klein, ja, klein ist Südtirol insgesamt. Doch dafür kann man hier hoch hinaus, mit entsprechend wenigen geraden, flachen Straßen. Stattdessen finden sich umso interessantere Serpentinen vor traumhafter Kulisse, bei denen vor allem Motorradfahrer auf ihre Kosten kommen. Wer sportliche Herausforderungen beim Fahren mag, dem sei an dieser Stelle besonders der Jaufenpass empfohlen. Sobald dieser berühmte Pass nach dem Winter befahrbar ist, ist er die kürzeste, aber auch eine sehr kurvenreiche Verbindung zwischen dem Wipptal bei Sterzing und Passeier bei St. Leonhard: Rund 20 Kehren und 39 Kilometer Fahrstrecke müssen zwischen den beiden Tälern und der Passhöhe auf 2.094 Metern bewältigt werden. Der Weg vom und zum Gipfel bietet jedoch verschiedene Haltebuchten am Wegesrand und somit ausreichend Optionen für eine Rast mit atemberaubenden Panoramablick auf die Bergwelt Südtirols.

Freizeit und Sport im Meraner Land

Uns zieht es weiter in die Region Meraner Land, nur knapp drei Autostunden von München entfernt. Auf halber Strecke bietet sich für Golfbegeisterte ein Zwischenstopp im Golfclub Passeier.Meran (http://www.golfclubpasseier.com/) an. Die auf 500 Höhenmetern gelegene Anlage ist von März bis Dezember bespielbar und verfügt über 18 anspruchsvolle Spielbahnen inmitten der Alpen. Die kleinste Schienenbahn Südtirols – das „Psairer-Bahnl” – bringt die Golfer anschließend vom Clubhaus direkt bis zum Parkplatz und entschädigt für so manchen steilen Auf- und Abstieg während der Runde.

Extremere Sportler können sich hingegen mit den Naturgewalten beim Rafting, Paragliding oder beim Klettern messen, während ein Hubschrauberrundflug über den Alpen und am Rande der Dolomiten, die ganze Schönheit Südtirols auf einen Blick offenbart.

Nach diesen Naturerlebnissen sind wir zurück auf der Straße und biegen kurz vor der Kurstadt Meran – mit knapp 38.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Südtirols – links in Richtung Schenna ab. Ein Besuch des altehrwürdigen Merans ist jedoch ebenfalls sehr zu empfehlen, denn neben vielfältigen und exklusiven Shoppingmöglichkeiten, bietet der Ort auch viele kulturelle Sehenswürdigkeiten aus unterschiedlichen Epochen, die von adliger Vergangenheit und Reichtum zeugen.

Castel Fragsburg

Unser eigentliches Reiseziel ist jedoch das Hotel Castel Fragsburg (http://www.fragsburg.com), das auf 700 Metern oberhalb von Meran gelegen ist und im 17. Jahrhundert als Jagdschloss von Graf Mämmingen erbaut wurde. Hier befindet sich heute das Reich von Oldtimer-Liebhaber und Hotelier Alexander Ortner. Seinem Relais & Châteaux Haus merkt man die Liebe zum Detail und zur bedingungslosen Perfektion an. Die Sterneküche des Chef de Cuisine Luis Haller steht dem in nichts nach und ist nicht nur Hotelgästen zugänglich sondern auch Tagesgästen, die vom Boutique Hotel aus die Aussicht auf das Tal sowie auf Obst- und Weinplantagen am Hang genießen möchten.

Zum Verweilen laden neben dem gut sortierten Weinkeller mit über 170 edlen Tropfen aus der Region und aller Welt, zudem die insgesamt 20 Suiten und Zimmer des Hauses. Sie strahlen eine dezente Eleganz durch antike Einzelstücke und hochwertige Materialien aus und offerieren teilweise eine atemberaubende Aussicht auf das Meraner Land. Mit den bereits legendären Boogie Woogie und Blues Days besticht das Angebot des Hauses kulturell ebenfalls, die dank herausragender Künstler und exquisiter Küche, jedes Jahr zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland auf die Fragsburg locken.

Der Spa-Bereich des Hauses wartet anschließend mit verschiedenen Wellness-Anwendungen, einer Finnischen- und Bio-Sauna, einer Physiotherm-Infrarot-Kabine sowie einem Außenpool auf, der einem Vorbild aus den 1920er Jahren nachempfunden wurde. Zusätzlich dient das hauseigene Parkareal zum Relaxen auf höchstem Niveau.

Entspannt und sichtlich erholt geht es nach einem köstlichen Frühstückbuffet am nächsten Morgen zurück nach München. Dieses Mal entscheiden wir uns jedoch für den zwar etwas längeren, dafür aber geraderen Weg zurück in die Heimat: Über die Schnellstraße von Meran und der anschließenden Brennerautobahn (A22), ist die Heimat schnell wieder in greifbare Nähe gerückt. Die Sehnsucht nach einem weiteren vielseitigen und dennoch entspannenden Wochenende in Südtirol bleibt allerdings bestehen und wird umso größer, je weiter wir uns von diesem schönen Flecken Erde entfernen.

Weiterführende Links:

Fotoquelle: Marketinggesellschaft Meran
Sascha Ihns

Sascha Ihns, selbstständiger Kommunikationsberater und freier Journalist, berät Unternehmen in den Branchen Film, High-Tech, IT, Lifestyle und Unterhaltungselektronik bei ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Des Weiteren schreibt Ihns über aktuelle Medienthemen und befasst sich mit strategischer Online-Kommunikation sowie Social-Media-Projekten. Im Vorstand der Fachgruppe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bayerischen Journalistenverbandes sowie als Mitglied des internationalen PresseClubs in München engagiert sich Sascha Ihns für die Belange von PR und Journalismus gleichermaßen.