MUNICH's BEST

Dinah Constantinides

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Von Zypern über London nach München - Dinah Constantinides hat eine lange Reise hinter sich und brachte uns die Vorzüge von ökologisch wertvollen Produkten nahe. In ihrem Daylesford Organic Shop im Zerwirk gibt es einiges zu entdecken und erleben. Kein Wunder, dass sie da jede Menge zu erzählen hat.

Du bist auf Zypern geboren, bist dann für fünf Jahre zum Studieren nach London gegangen – wie kommt es, dass Du jetzt nach München gekommen bist?

Das hat eigentlich gar nichts mit Daylesford Organic zu tun, sondern vielmehr damit, dass mein Ehemann aus beruflichen Gründen nach München musste und ich dann natürlich mit ihm mitgegangen bin.

Wie entstand der Kontakt zu Daylesford Organic?

Ich kenne das Unternehmen aus meiner Zeit in England und zusammen mit meinem Mann hatte ich die Idee, dass dieses Konzept gut nach München passen könnte. Aus Neugier habe ich dann Kontakt aufgenommen und die Sache kam ins Rollen. Daylesford Organic war ohnehin darin interessiert zu expandieren und ihnen gefiel die Idee des Standorts München.

Ist das die erste Filiale außerhalb Großbritanniens?

Es gibt noch eine Filiale in Seoul in Korea, die ein paar Monate vor uns eröffnet hat und es gibt Pläne in Japan. Aber Daylesford Organic exportiert schon sehr lange in verschiedene andere Shops.

Stimmt es, dass München Deine Lieblingsstadt ist?

Ich finde, dass München eine sehr schöne Stadt mit vielen Möglichkeiten ist. Natürlich gibt es auch Dinge, die ich hier nicht mag, aber ich denke, dass das auch in jeder anderen Stadt so wäre.

Wie gefällt Dir die deutsche Lebenseinstellung? Kommst Du mit ihr zurecht?

Das ist eine sehr komplizierte Mentalität, aber gleichzeitig auch eine sehr interessante und herausfordernde. Für mich mit meinen südländischen Wurzeln ist es natürlich noch schwieriger, aber ich mag die Deutschen dennoch sehr und versuche, Jeden zu verstehen.

Was gefällt Dir besonders gut in München?

München ist eine Stadt, in der man so gut wie alles findet, aber gleichzeitig ist sie verhältnismäßig klein – das finde ich sehr gut. Es ist eine Stadt in der man sich sehr leicht wohlfühlen und schnell einleben kann.

Was ist das Besondere an Daylesford Organic?

Es ist ein privat geführtes Unternehmen, das von einer Familie gegründet wurde, die schon seit langer Zeit Landwirtschaft betreibt und sich eines Tages dazu entschied, alles auf ökologischen Anbau umzustellen. Das Ganze wuchs immer weiter und wurde schließlich zu dem, was es heute ist. Es geht nicht nur darum, wie das Getreide angebaut wird und die Tiere gehalten werden, sondern vielmehr auch darum, dass sich eine Art Gemeinschaft zwischen den einzelnen Lieferanten bildet, die alle viel Wert darauf legen wertvolle Produkte herzustellen. Gleichzeitig wird versucht möglichst viel an die Natur zurückzugeben, in dem stetig an der Energieeffizienz gearbeitet und möglichst viel Recycling betrieben wird. Es gibt auch eine Art Schule, in der Bauern beigebracht wird, wie sie ihren Betrieb auf ökologischen Anbau umstellen können.

Wie haben die Münchner auf die Eröffnung von Daylesford Organic reagiert? Haben sie das Konzept sofort verstanden?

Viele dachten am Anfang, dass wir nur englisches Essen anbieten und die meisten sind ja bekanntlich der Meinung, dass es in England kein richtiges Essen gibt, was meiner Ansicht nach überhaupt nicht stimmt. Wir mussten den Münchnern also erst einmal beibringen, dass unser Angebot sowohl regional als auch international ist. Die Mischung aus Restaurant und Shop ist auch relativ neu für diese Stadt, aber ich denke, dass sich das inzwischen ganz gut eingespielt hat. Wir haben auch schon einige Stammgäste und das freut uns natürlich sehr.

Woher beziehst Du Deine Produkte?

Wir arbeiten mit EPOS zusammen, einem großen Lieferanten für Bioprodukte hier in unserer Region. Aber wir suchen derzeit nach kleinen landwirtschaftlichen Betrieben im Münchner Umland, da wir gerne eine direkte Beziehung mit dem Landwirt aufbauen können – ganz so, wie es auch bei Daylesford Organic in Großbritannien der Fall ist. Dann könnten wir noch viel mehr über unsere Produkte erzählen – woher sie genau kommen, welcher Bauer dafür verantwortlich ist und so weiter. Unseren Fisch bekommen wir von der Fischmanufaktur Deutsche See und für das Fleisch arbeiten wir mit Ochsenstolz zusammen, einem Lieferanten für Bio-Fleisch.

Welche Art von Gerichten servierst Du Deinen Gästen?

Bei uns gibt es täglich Frühstück und Lunch. Mittags gibt es eine Auswahl an Salaten und Sandwiches zum Mitnehmen und unsere warmen Gerichte wechseln einmal im Monat, weil es sehr wichtig für uns ist, auf saisonale Aspekte einzugehen. Es gibt aber auch ein paar Gerichte, die es dauerhaft bei uns gibt, wie zum Beispiel unsere Burger, die sehr beliebt sind.

Was ist Dein persönliches Lieblingsessen in Deinem Shop?

Definitiv der Burger, da es in München leider nur sehr wenige wirklich gute Burger gibt. Außerdem gibt es bei uns Eggs Benedict, die ich auch sehr mag und ebenfalls eine Spezialität von uns sind.

Wie oft gehst Du noch bei Fast-Food-Ketten essen?

Gar nicht mehr – früher war ich öfters in Fast- Food-Restaurants essen, das ist schon recht lustig. Aber nachdem ich die Dokumentation „Food, Inc.“ gesehen habe, ist mir sämtliche Lust auf Fast-Food-Essen vergangen.

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