MUNICH's BEST

Seit Januar 2011 ist Christian Greiner Vorstand für Einkauf, Verkauf und Marketing der Ludwig Beck AG und damit pünktlich zum 150. Unternehmensjubiläum in die aktive Leitung des Münchner Traditionshauses eingestiegen. Nun ist München zu seiner neuen Heimat geworden, zu der Stadt, in der er am meisten Zeit verbringt. Wie wichtig dem verhältnismäßig jungen Geschäftsmann Werte und Traditionen sind, erklärt er im MÜNCHNER G'SICHTER Interview.

Ludwig Beck feiert derzeit den 150. Geburtstag - was zeichnet das Unternehmen aus? Welche Werte sind Ihnen besonders wichtig?

Ludwig Beck verbindet Tradition mit Modernität. Qualität, Glaubhaftigkeit und vor Allem die Menschen stehen bei uns im Fokus unseres Handelns.

Was unterscheidet Ihr Münchner Modehaus von anderen?

Wir sind einzigartig in unserem Auftreten, unserem Sortimentsmix, unseren Räumlichkeiten und in unserer Servicequalität. Wir verkaufen ein Erlebnis und nicht nur Produkte. Das unterscheidet uns von anderen Einzelhändlern, nicht nur in München.

Sie waren Geschäftsführer von U1 by Wöhrl und sind es nach wie vor bei der Intro Retail & Media GmbH - wie kam es zu Ihrem Einstieg in den Vorstand der Ludwig Beck AG?

Ich habe Ludwig Beck vor meinem Einstieg in den Vorstand bereits zwei Jahre im Aufsichtsrat begleitet. Als sich die Gelegenheit bot, habe auch ich meinen „Hut in den Ring geworfen“ – da musste ich nicht lange überlegen.

Ludwig Beck ist längst nicht nur für Mode bekannt, sondern hat auch eine der größten Musikabteilungen der Stadt zu bieten, die sogar mit dem ECHO Sonderpreis ausgezeichnet wurde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Angebot in Ihrem Haus? Welche Musik hören Sie selbst am liebsten?

Musik ist für Ludwig Beck unglaublich wichtig. Sowohl als Umsatzträger, aber auch als Alleinstellungsmerkmal. Die Abteilung zählt zu den kompetentesten der Welt – wir erwirtschaften bei uns im Haus 1% des weltweiten Umsatzes mit klassischen Tonträgern. Mein persönlicher Geschmack ist extrem breit gefächert, da ich selbst Musiker bin. Ich mag Jazz und Klassik, aber auch Blues und Rock.

Ihr Vater, Hans Rudolf Wöhrl, ist an zahlreichen Unternehmen beteiligt - wie früh haben Sie für sich selbst entschlossen, in der Modebranche zu arbeiten?

Ich habe schon als kleiner Junge bei uns im Familienunternehmen gejobbt. Und seit meinem 14. Lebensjahr habe ich neben der Schule stets im Verkauf gearbeitet. Ich hatte immer enorm viel Spaß am Handel, dem Umgang mit Menschen und an der Mode. Nichts desto trotz ist auch mir unternehmerische Vielfalt enorm wichtig. Demzufolge bin ich nach wie vor in unterschiedlichen Branchen aktiv.

Wie sieht Ihr persönliches Lieblingsoutfit derzeit aus?

Das kann ich nicht pauschal sagen. Es kommt ganz auf den Anlass an. Ich trage ebenso gerne einen schmalen, eleganten Anzug, wie einen lässigen Cardigan mit Denim und Boots.

Welche Bedeutung hat München für Sie in Ihrem Leben?

Da ich jetzt die meiste Zeit in München verbringe, ist diese Stadt natürlich meine „Home-Base“. Besonders faszinierend ist an dieser Stadt die enorme Vielfalt und der nicht abreißende Zustrom von Menschen aus aller Welt. Hier ist einfach Leben!

Wie würden Sie München beschreiben? Was unterscheidet die Stadt von anderen Städten?

In München steht der Genuss sehr stark im Vordergrund. Die Menschen genießen ihr Leben und ihre Stadt. Das versprüht eine enorm positive Energie. So etwas erlebt man nicht an vielen Orten.

Haben Sie - abgesehen von den Ludwig Beck Niederlassungen - einen Lieblingsort in München?

Es gibt viele schöne Ecken in München. Besonders authentisch finde ich den Viktualienmarkt.

Wo gehen Sie in München gerne etwas essen oder trinken?

Leider habe ich hier bis dato wohl nur einen Bruchteil des Angebots erleben können, aber ich finde beispielsweise das Restaurant Zum Goldenen Kalb sehr schön. Auch das Brenner oder die Riva Bar im Tal gefallen mir sehr gut.

Wenn Ihnen der Münchner Oberbürgermeister als Ludwig-Beck-Geburtstagsgeschenk einen Tag seinen Posten überlassen würde und Sie völlig freie Hand hätten - was würden Sie in der Stadt als erstes verändern?

Ich würde im Rathaus Flächen frei räumen lassen und Ludwig Beck vergrößern.

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