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Weink(r)ampf - Juli 2009

 
  Die monatliche Weinkolumne von Markus Mensch  
 
 
 

Der Chardonnay ist aller Welts “Everybody's Darling”.
Ob Frau ob Mann, Hetero oder Homo, jeder kennt und liebt den Chardonnay.
Ist das denn wirklich so? Was ist mit den guten alten Weißweinen wie Grauburgunder und Riesling geworden?
Wo ich auch hinkomme lese ich nur noch “Chardonnay”. Ja, ich weiß, in der Weinkarte des Cube-Restaurants ist es nicht anders. Aber was soll man machen – der Gast ist doch König.

Liebe Weinfreunde, heute möchte ich Euch mal zwei Chardonnays vorstellen, die nich anders sein könnten. Einen klassischen und einen aus der Neuen Welt. Ein Weintest, der nicht vergleichbar ist. Weine der Extreme. Ein Nachtrunk ist somit wünschenswert.
Vieleicht ist der Chardonnay ja doch modern und klassisch, cremig und fruchtig, elegant und wild?
Eines steht fest, neben dem Riesling ist der Chardonnay wohl die vielseitigst ausgebaute Rebsorte der Welt. Viel Spaß mit:

WEISSWEIN, AUSTRALIEN 2007
Koonunga Hill, Penfolds
Weinmacher John Duval
Chardonnay ohne Zweifel - Penfolds kennt man! Denn es ist eines der bekanntesten und erfolgreichsten Weingüter in Australien. Da es in dort andere Weingesetze gibt, können die Trauben von ganz Australien zu dieser reinen Chardonnay Cuvee vermischt werden. Ausgebaut in 50% Stahltank und 5 Jahre Barriques. Ein strahlendes Strohgelb lacht mich aus dem Glas an. In der Nase reife Früchte nach Aprikosen, Nektarinen und Eichenholz. Leicht würzig nach Muskatnuss und Vanille. Am Gaumen ist er cremig und sanft, fruchtig mit Melone und Zitrone. Der Abgang ist mir etwas zu "Mainstream".

4 von 5 Punkten


WEISSWEIN, CHABLIS/FRANKREICH 2003
Chablis Grand Cru Reserve de l'Obedience, Laroche
Chardonnay
Kein Zweifel – das Weingut kennst seine Stärken. In fünfter Generation leitet Michel Laroche das Familien-Weingut. Mittlerweile auch in Südafrika. Als weltweit anerkannter Chardonnay-Experte lege ich viel Erwartungen in den Wein. Die Rarität strahlt mich mit einem Sonnengelb an. Die Nase gibt Düfte wie Honig und Limone wieder. Auch ein leichter Duft von frischer Butter lässt sich erkennen. Am Gaumen eine satte Frucht mit einer leichten Mineralität. Der Abgang erfeut immer wieder mit neuen Eindrücken. Das ist ein Wein, der seine Geschichte nach und nach erzählt und somit ist diese Flasche immer eine Geschichte wert.

5 von 5 Punkten


Markus Mensch
Sommelier, Cube Restaurant & Vinolounge

 
 
Markus Menschs Weinshop:
www.weinshop-muenchen.de